Die Doğan Apartments
Eine Gelegenheit, das Leben in Istanbul aus erster Hand zu erfahren, ist eine private Unterkunft. Mittendrin im Alltag, in einem Viertel und einer Nachbarschaft, die in Istanbul so vielfältig ist wie das Leben selbst. Etwa in den Doğan Apartments. Semra Doğan stellt vor.
Nachbarschaft
Diese kleinen Wohnungen befinden sich in “Aynalıçeşme-Kamer Hatun Mahallesi”, am Rande von Tarlabaşi, genau auf der Höhe des Britischen Generalkonsulats. Dieser Bezirk, bei Google Maps als “rote Zone” eingestuft, entwickelt sich zunehmend zu einem gefragten Wohnviertel mitten in Beyoğlu. Man befindet sich zwar in Beyoğlu, ist aber fern von der Geräuschkulisse und den Kebap-Düften. Auf der Straße “Kilic Aslan Sokagi”, wo sich die Wohnungen befinden, wohnen hauptsächlich türkische und kurdische Familien. Minderheiten und Fremde werden hier toleriert. Gleich in den ersten Tagen nach der Renovierung des alten “Hauses” – es war eher eine Ruine würde ich sagen- hat eine “Drag Queen” an der Tür geklingelt, aus Neugier, weil sie wissen wollte, wer dieses Haus renoviert hat und erzählt, dass sie hier seit 2 Jahren wohnt und sich sehr sicher fühlt. Zuvor hätte sie in Cihangir gewohnt und müsste dort für viel Geld auch noch Belästigungen ertragen. In diesem Stadtteil kommt es auch oft vor, dass abends auf der Straße einfach ein provisorischer Tisch mit Raki und Mezes hingestellt wird, wo sich einige Bewohner unterhalten und wo man die neuesten Nachrichten erfährt. Der kleine “Bakkal” am Anfang der Straße, ein kleiner Tante Emma Laden, ist auf bis nachts um 2 oder 3 Uhr. Der Besitzer ist Soner, er kommt meistens gegen Mittag, weil er bis Nachts die Stellung hält. Vormittags ist sein Bruder oder seine Schwester hier. Man kann sich hier auch Toast und Tee bestellen. Störenfriede werden gar nicht erst in die Straße gelassen. Soner kennt jeden, der hier wohnt, parkt, spazieren geht.
Ausgehen
Überquert man die große “Tarlabasi Bulvari” unter der Unterführung, ist man in 5 Minuten in Galatasaray, im Herzen Beyoglus und findet für jeden Geschmack einen Ort, ob Techno, Latin oder Türkisch. Möchte man einen tollen Blick auf den Bosporus, so muss man in den 6. Stock des Richmond Hotels auf der Istiklal. Hier gibt es ein Restaurant “Leb-i Derya”. Wenn man Abendessen möchte auf klassische türkische Art mit vielen Vorspeisen, Fisch und Raki, muss man mal auf der Nevizade Sokak gewesen sein. Hier gibt es links und rechts lauter kleine Restaurants, wo in den wärmeren Monaten draußen Tische aufgestellt werden . An Samstagen lohnt es sich manchmal vorher zu reservieren, damit man einen netten Tisch ergattert. Unsere Renner sind Neyle Meyle, Boncuk und Imroz. Aber man kann auch in jedes andere Restaurant auf dieser Straße gehen und anschließend ins “Araf “ in der Balo Sokak zum Tanzen. Ich habe aber gehört, dass sich der Club zu einem “Erasmus Center” entwickelt hat, weil hier viele ausländische Studenten hingehen. Mein absoluter Favorit ist aber die Cuba Bar in Asmali Mescit, wo es an Samstagen recht voll wird.
Wohnungen
Nach dem Ausgehen kann man zu Fuß nach Hause gehen zu den Doğan Apartments. Diese kleinen Wohnungen haben je ein Schlafzimmer mit Doppelbett und ein Wohnzimmer mit Küche und sind geeignet für Geschäftsfrauen- und Männer, Studentenpaare oder Alleinreisende. Die Wohnungen sind voll ausgestattet, Waschmaschine, Kühlschrank, Sat-TV, Internet, Bügelbrett, Toaster, Kettle, Elektroherd, Mikrowelle, Fön, Geschirr, Besteck, Bettbezüge, Handtücher. Auf der Webseite gibt es Informationen zu Verfügbarkeiten und Preisen: www.rentarooministanbul.eu