Leben
Türkisches Schattenspiel: KARAGÖZ
Von Emin Senyer, Meister des Karagöz Schattenspiels.

Beim traditionellen türkischen Schattenspiel, nach der Hauptfigur Karagöz benannt, kommen aus Leder geschnittene Puppen zum Einsatz, die vor einem von hinten beleuchteten weißen Vorhang bewegt werden, wodurch auf der Zuschauerseite des Vorhangs die Figuren als Schatten zu sehen sind. Während es in vielen Gegenden der Welt traditionelles Schattenspiel gibt, ist die Besonderheit des türkischen Schattenspiels gegenüber diesen, dass alle Figuren in der Regel von einem einzigen Puppenspieler zum Leben erweckt, d.h. sowohl bewegt als auch gesprochen werden. In seltenen Fällen, wenn allzu viele Figuren die Szene bevölkern, wird dieser zwar gelegentlich von einem Helfer unterstützt, im Allgemeinen liegt die komplette Vorführung aber in der Hand eines einzigen Meisters.
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23 Nisan - Das internationale Kinderfest am 23. April

Der 23. April ist ein geschichtsträchtiges Datum. Am 23. April 1920 wurde das türkische Parlament eröffnet. Staatsgründer Kemal Atatürk schwebte ein Land vor, dass durch Einheit und Unabhängigkeit, Laizismus und republikanisches Prinzip, Industrialisierung, Modernisierung und Schaffung einer starken Mittelschicht den Weg in die Zukunft gehen konnte.
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Tradition lebendig erhalten

Die Tradition der türkischen Künste lebendig erhalten, das ist eines der Ziele von
İSMEK. Die Abkürzung steht für
Istanbul Büyükşehir Belediyesi Sanat ve Meslek Eğitimi Kursları, dt. Kunst und Berufsausbildungskurse der Großstadt Istanbul. Die Bedeutung der Künste im Programm dieser volkshochschulartigen Einrichtung schlägt sich schon im Namen nieder: Kunst und Beruf, heißt es da.
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Komşuluk Öldü

Komşuluk Öldu – Die Nachbarschaft ist tot! Diesen Satz hört man immer wieder, wenn Türken über ihre Nachbarn sprechen. Das bedeutet nicht, dass diese etwa für immer die häusliche Gemeinschaft verlassen hätten, sondern – ähnlich wie man es auch in Deutschland oft beklagt, dass das nachbarschaftliche Verhältnis nicht mehr das ist, was es mal war. Früher war eben alles besser.
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Ebru

Ebru bezeichnet die türkische Kunst, Papier in einem Farbbad zu marmorieren, sowie deren Produkte, das
Marmorpapier oder auch
türkische Papier.
Man vermutet, dass der Ursprung des Wortes im Cagatai (mongolisches Teilreich) liegt und von
Ebre im Persischen zu
Ebrî und schließlich beim Übergang in den osmanischen Kulturkreis zu Ebru gewandelt wurde.
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Der ganz normale Wahnsinn - von A nach B in Istanbul

Das Beeindruckendste an Istanbul sind vielleicht die Entfernungen – jedenfalls das Ermüdenste. Und dank der unglaublichen Menschenmengen insbesondere an den zentralen Orten, die auch jeder Reisende gerne besuchen möchte, werden schon kurze Strecken wie etwa die zwischen
Sultanahmet und dem
Großen Bazar zur echten Herausforderung für Körper und Nerven. Am bequemsten, man glaubt es kaum, ist immer noch der Weg zu Fuß. Für größere Strecken wird man allerdings nicht umhin kommen, sich auch mal in ein überfülltes Verkehrsmittel zu zwängen. Da man im Urlaub für gewöhnlich nicht unter Zeitdruck steht, sollte man es mit Humor nehmen und das Erlebnis als Gelegenheit betrachten, am authentischen Istanbuler Alltagswahnsinn teilzunehmen. Dabei bietet jedes Verkehrsmittel seinen ganz eigenen Reiz.
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